Medizinisches

RSV Prophylaxe für Neugeborene und Säuglinge, Winter 2026/2027

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) verursacht meist Erkältungssymptome. Besonders bei Babys in den ersten Lebensmonaten kann die Infektion jedoch die unteren Atemwege betreffen und zu einer Bronchiolitis oder Lungenentzündung führen. In schweren Fällen kann eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich werden.

Die STIKO empfiehlt deshalb für alle Neugeborenen und Säuglinge in ihrer ersten RSV-Saison eine RSV-Prophylaxe mit einem langwirksamen monoklonalen Antikörper. Dabei handelt es sich um eine passive Immunisierung: Fertige Antikörper werden einmalig verabreicht und bieten unmittelbar Schutz. Dafür ist im Vorhinein keine ausführliche Untersuchung des Kindes notwendig.

Der richtige Zeitpunkt richtet sich nach dem Geburtsmonat: Kinder, die zwischen Oktober und März geboren werden, sollen die Prophylaxe möglichst rasch nach der Geburt erhalten. Bei Geburt zwischen April und September erfolgt sie in der Regel kurz vor Beginn der RSV-Saison. Diese dauert üblicherweise von Oktober bis März. Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft mindestens 2 Wochen vor der Entbindung mit einer RSV-Prophylaxe versorgt wurden, benötigen keinen erneuten RSV-Schutz.

Die RSV-Prophylaxe wird in der Regel gut vertragen. Bezüglich möglicher Reaktionen nach der Impfung verweisen wir Sie auf das unten stehende Aufklärungsdokument.

Bei uns in der Praxis verläuft der Besuch zur RSV-Prophylaxe nur nach folgendem Ablauf:

  1. Sie vereinbaren einen Termin zur RSV-Prophylaxe (entweder über Doctolib oder per E-Mail)
  2. Sie kommen mit der Versicherungskarte und ausgefüllter Einverständniserklärung (letzte Seite) in die Praxis.
  3. Wir verschreiben den RSV-Schutzstoff (E-Rezept).
  4. Sie gehen mit Ihrer Versichertenkarte in die Apotheke und besorgen den RSV-Schutzstoff.
  5. Sie kommen zurück in die Praxis und wir schützen Ihr Kind!
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